Warum Karate für Kinder? Karate ist ein Weg, zu sich selbst zu finden. Dazu gehört eine Offenheit, mit nichts als nur mit sich selbst anzufangen, einer Gabe, wie sie genau dem Kind völlig natürlich ist. Der Karateka ist ursprünglich der schwache Mensch, der aus sich selbst die Kraft schöpft, gegen scheinbar Mächtige zu bestehen. Daher die Verantwortung des Karatelehrers, dessen wahre Meisterschaft sich nicht im Lehreneiner Kampftechnik, sondern im Lebendigwerden eines sinnvollen Menschentwurfs zeigt.

Kinder gehen gerne einen Weg mit, wenn es etwas zu entdecken gibt. Der Karateweg lässt sie ihren Körper und ihre Sinne neu entdecken. Muskeln, die vorher nur faul und träge waren, werden jetzt allesamt gespürt und gebraucht, keiner ist unwichtig. So entwickelt das Kind ein tragendes Selbstwertgefühl, das seine natürliche Agressivität nicht zerstörerisch austobt und unterdrückt. Wesentliche Voraussetzung, dass der Weg nicht zum Holzweg wird, ist die Persönlichkeit des Karatelehrers. Seine Verantwortung liegt nicht nur in der Berücksichtigung der kindlichen Physis, sondern im alltäglichen Erfahrenlassen, dass Karate über alle Kampftechniken hinaus ein Lebensmodell des Menschlichen ist.

Karate ist seit 1998 in der Schweiz ein offizielles J+S (Jungend + Sport) Fach und eignet sich für Mädchen und Knaben ab 6 Jahren, was auch in Amerikanischen Studien belegt wurde.