Japanisches Fechten kann somit nicht mit dem französischen oder italienischen Fechten ohne weiteres gleichgesetzt werden.

Durch die runde Form des Schwertes wird eine schneidend-ziehende Bewegung verlangt, um einen sauberen Schnitt zu setzen. Der Grundgedanke des japanischen Schwertumgangs liegt darin, dass das Schwert aufgrund des Eigengewichts (zwischen ca. 500 bis 1200 Gramm) schneidet und von den Händen lediglich in der Bahn gehalten und geführt wird. Natürlich wird ein gewisser Kraftaufwand gefordert, da es auch Rüstungsgegenstände und Knochen zu durchdringen galt. Die Schwertführung ist im Allgemeinen jedoch von Lockerheit bestimmt.

Schwerpunkt der japanischen Schwertbeherrschung liegt auf der Schnelligkeit und Präzision, nicht auf Kraft und Ausdauer. Im Regelfall entscheidet der erste Schnitt über Leben und Tod; ausdauernde Kämpfe, wie häufig im Film zu sehen, sind eine reine Erfindung der Filmindustrie.